Montag, September 12, 2016
   
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Energieoptionen Windows 7 Stromverbrauch senken - Energiesparmodus

Artikel - Windows 7

Windows 7 Energieoptionen

Seit Windows XP gibt es sie: die Energieoptionen. Diese ermöglichen seither ein Anpassen des Stromverbrauchs bei verschiedensten Prozessen, während der Arbeit mit Windows. Dieses Feature kann, bei richtiger Anwendung, den Stromverbrauch erheblich drosseln und ist somit insbesondere für Akku betriebene Laptops eine erwägenswerte Option. In Windows 7 wurden diese Energieoptionen weiter verfeinert, was insbesondere umweltbewussten Anwendern der Software zu gefallen wissen dürfte. Aber auch Sparfüchse dürften von vielen der gebotenen Möglichkeiten angetan sein.

Man erreicht die Energieoptionen wie gehabt über die Systemsteuerung. Dort kann man auch in alter Manier aus drei Voreinstellungen wählen. Dadurch kann man festlegen, ob der gegenwärtige Energiesparplan ausbalanciert, auf Höchstleistung getrimmt oder im Stile eines Energiesparmodus erfolgen soll. Jedoch sind auch jenseits dieser drei Voreinstellungen individuelle Anpassungen Energie verschlingender Prozesse möglich. Man kann sogar benutzerdefinierte Energiesparpläne erstellen, die man angepasst an den eigenen Bedarf und an bestimmten Uhrzeiten festlegt. Wer selbst Hand anlegen will, der wählt unter den Energieoptionen die Möglichkeit "Energiesparmodus ändern" oder "Weitere Energiesparoptionen einblenden". Danach erscheinen gewissermaßen die erweiterten Energieoptionen, an die man manuell Hand anlegen kann. Das Ganze läuft dabei sehr detailliert ab und gewährt weitreichende Möglichkeiten, um den Energieverbrauch des eigenen Computers bzw. Laptops anzupassen. Entsprechend ausgeprägt kann man auch viel Energie sparen (insbesondere langfristig), wenn man die an dieser Stelle gebotenen Möglichkeiten auszuschöpfen versteht.

Dabei sind insbesondere zwei Größen entscheidend, die sich hier auch manuell bearbeiten lassen. Das wäre auf der einen Seite der Bildschirm bzw. die Bildschirmhelligkeit und auf der anderen Seite der Betrieb der Festplatte. Letztere neigt auch oft dazu, sich zu drehen, wenn dies in keinster Weise notwendig ist, was in dem Moment nur sinnlos Energie verschwendet. In den erweiterten Optionen kann man nun beispielsweise genau determinieren, nach welcher Zeit der Bildschirm ausgehen soll bzw., wie lange eine Festplatte sich noch weiter drehen soll, wenn dies kein Prozess erforderlich macht. Hier lassen sich auch ganze zusammenhängende Energiesparpläne erstellen, die man getreu der eigenen Anwendung anpassen kann. So kann man beispielsweise eine Uhrzeit festlegen, zu der sich der Bildschirm immer ausschaltet. Beispielsweise dann, wenn man erfahrungsgemäß Mittagspause macht oder ein Meeting oder dergleichen hat.

Besonders profitieren können jene von den Windows 7 Energieoptionen, die sich die Zeit nehmen, für verschiedenste Prozesse und Arbeitsvorgänge spezielle Energieprofile zu erstellen. Diese in Eigenregie erstellten Energieprofile sind dann optimaler Weise auf verschiedene Prozesse abgestimmt und auch entsprechend benannt. Dabei werden die nicht relevanten Elemente, die bei diesen jeweiligen Prozessen eher unnötig oder gar völlig unnötig sind, wenn möglich, einfach abgeschaltet. So könnte beispielsweise ein Energieprofil "Download" den Bildschirm abschalten (jedoch ohne den Ruhemodus zu aktivieren!), während hingegen bei einem Energieprofil "DVD/Film" der Bildschirm auf alle Fälle unangetastet bleibt. So kann man sich für verschiedene Anwendungsarten unterschiedlichste Profile erstellen. Dadurch, dass man sich all diese Profile auch einfach auf den System Tray setzen kann, kann man auch mühelos zwischen diesen wechseln, wann immer es erforderlich erscheint.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen will, an welchen Stellen bzw. bei welchen Geräten und Komponenten noch Strom gespart werden kann, der kann einen Energieeffizienz-Diagnosebericht erstellen lassen. Dabei lässt sich insbesondere feststellen, welche Komponenten mehr Strom als nötig verbrauchen. Wer einen solchen Bericht erstellen lassen will, der wählt einfach Start und anschließend die Option "Ausführen" -> CMD (an dieser Stelle können Konsolenbefehle eingegeben werden). Wichtig ist, dass man dies als Administrator ausführt und dass alle anderen nicht benötigten Anwendungen geschlossen sind! Nun tippt man den Befehl “powercfg -energy“ ein. Es folgt eine Analyse aller Komponenten hinsichtlich ihres Energieverbrauchs. Dies nimmt etwa 60 Sekunden in Anspruch. Die Ergebnisse werden in einer HTML Datei gespeichert. So kann man sich einen raschen Überblick darüber verschaffen, wo noch Einsparungspotentiale vorliegen und dementsprechend Energieprofile erstellen, die dem Rechnung tragen (vorausgesetzt es ist mit der Art der Verwendung des Computers vereinbar).

Insbesondere Laptopnutzer werden feststellen, dass selbst kleine bewusste Veränderungen in den Energieoptionen langfristig erheblich stromsparend wirken können. Allein schon ein geringfügiges Reduzieren der Bildschirmhelligkeit hat auf lange Sicht starke Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Und warum sollte der Bildschirm überhaupt irgendetwas an Energie verschlingen, wenn es nicht erforderlich ist? Ein entsprechendes Profil kann da Abhilfe schaffen. Und durch die einfache und Sekunden schnelle Bedienung, die ein promptes Wechseln zwischen verschiedenen Profilen ermöglicht, sind Benutzerfreundlichkeit und Umweltfreundlichkeit elegant unter einen Hut gebracht. Und wenn man sich einmal bewusst macht, dass Computer nun einmal Stromfresser ersten Ranges sind, dann macht ein entsprechendes Nutzen der Energieoptionen auf jeden Fall Sinn. Schließlich trägt man damit nicht nur den Bedürfnissen der Umwelt Rechnung, sondern entlastet sich auch selber. Man zahlt weniger drauf für verschwendeten Strom. Und im Falle von Laptops bzw. Notebooks kann man sich einer längeren Lebensdauer des Akkus sicher sein, wenn man von Anfang an die Energieoptionen entsprechend nutzt. Kombiniert mit der einfachen Benutzeroberfläche von Windows 7 kann man nun mühelos zwischen verschiedensten Einstellungen und Energieprofilen wechseln. Wer es nicht nutzt, ist selbst daran schuld.

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